Über mich

Günter Leiter, Osttirol, 1993

„In Metaphern gesprochen versehe ich meine Kunst ist ein wenig wie ein Urlaub am Meer. Wer möchte, kann einfach am Strand liegen, die Sonne genießen und dem sanften Rauschen der Wellen lauschen. Wer das Wasser intensiver spüren will, geht hinein, lässt sich treiben oder schwimmt eine kleine Runde. Und wer das Meer wirklich erleben will, taucht unter – mit dem Kopf, mit dem Herzen. Entdeckt die Schönheit der Tiefe, die Stille, das Verborgene.“

Günter Leiter, Künstler aus Osttirol – Portrait
Bleistiftzeichnung von Günter Leiter aus den Anfängen

Biographie

Vom Schmierfink zum Maler

Bereits in der Schule kritzelte ich leidenschaftlich gerne vor mich hin. Dabei verwandelte sich so manche Schulbank in ein „Kunstwerk“. Damals nur mit Bleistift. Zum Glück. Hätte ich für meine „Kunstwerke“ Ölfarben verwendet, ich wäre mit Sicherheit wesentlich öfter beim Direktor gewesen.

So bin ich erst viel später zur Malerei gekommen. 2016. Jedoch dauerte dieser erste Kontakt mit Ölfarben lediglich zwei Monate. Malen benötigte mir schlichtweg zu viel Zeit und Platz. Als Künstler braucht man Raum sich entfalten zu können – und dies nicht nur im übertragenen Sinn.

Durchstarten mit Farbe

Im Februar 2018 dann ein neuer Anlauf. Wieder wohnhaft in meiner Heimatgemeinde Sillian in Osttirol wollte ich es dann noch einmal wissen. Schaffte mir mein eigenes kleines Atelier inmitten von Trainingsgeräten und begann zu malen.

Zu Beginn vor allem leicht bekleidete Frauen. Klassische Stillleben waren nichts für mich. Ich war fasziniert von Haut, von menschlichen Formen und Figuren. Auch Portraits hatten mein Interesse geweckt. Gemalt vor allem auf Rohleinen, ergänzt durch schemenhafte Linien aus Graphit.

Günter Leiter Kohlemalerei Gemälde Tirol
Günter Leiter Ausstellung Fieberbrunn

Sinneswandel

War es zu Beginn mein Ziel vor allem in Öl so realistisch und detailgetreu als möglich zu malen, änderte sich dies mit dem Umzug in die neue Wohnung zusehends. Plötzlich war ich auch mit der Auswahl meiner Motive nicht mehr zufrieden.

Urige Landschaftsbilder in Kohle rückten mehr und mehr in den Fokus. Berge, „Schupfen“ und Almhütten wurden zu meinem Steckenpferd. Ich wollte Werke schaffen, die auf einer Wand hängend was her machen. Nicht nur in einer Galerie, sondern vor allem bei jedermann zu Hause. Bilder, die Wärme und Ruhe ausstrahlen. Bilder die einem Raum etwas von jener Geborgenheit geben, die man sonst nur draußen in der Natur spürt.

Gegenwart

Heute verstehe ich meine Kunst als Gegenentwurf zu einer Welt voller Geschwindigkeit, Ablenkungen und Lärm. Ich suche nach Ruhe, nach Reduktion, nach Momenten, in denen die Welt innehält und der Mensch wieder atmen kann. Kunst, wo Ruhe Form findet.

Das Sprichwort „Stille Wasser sind tief“ könnte hier treffender nicht sein: Meine Werke verbinden äußere Ruhe mit innerer Tiefe.

Günter Leiter Ausstellung Galerie Augustin Innsbruck