Von der Glut zur Ruhe
Wenn aus Heizung Kunst wird. Kohle aus dem Rückwärtskraftwerk des Stanglwirts wird zum Medium der Kunst. Aus der Wärme für den Körper wird Wärme für die Seele.
Diese Werkserie entsteht aus einem Material, das bereits zu Beginn eine besondere Geschichte in sich trägt. Die Rede ist von Kohle aus dem Rückwärtskraftwerk des Stanglwirts. Ein Rohstoff, der bereits Wärme und Energie gespendet hat und nun in meiner Werkserie eine neue Aufgabe erhält:
Aus Wärme für den Körper soll Wärme für die Seele werden.
Klingt abstrakt, bringt aber handfeste Probleme mit sich. Denn diese Kohle hat mit herkömmlicher Künstlerkohle nur bedingt etwas gemeinsam.
Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich selbst die schwarze Optik als kleiner Trugschluss. Statt Schwarz zeigt sich ein deutlicher Blaustich. Und auf der Leinwand haftet das Material ungefähr so zuverlässig wie Blumenerde.
Diese Verwandlung verlangt mir also schon vor dem eigentlichen künstlerischen Prozess einiges an Tüftelei ab. Wohin mich die Experimente schlussendlich führen, ist noch ungewiss.

Ziel ist es, Werke zu schaffen, die mein zentrales Thema Ruhe mit der Philosophie des Stanglwirts verbinden.
Kunst, die uns aus der Glut des Alltags führt. Kunst, die entschleunigt, berührt und Ruhe schenkt.
Präsentiert in genau jenen Räumlichkeiten, in denen die Kohle einst Wärme und Energie gespendet hat.
So schließt sich der Kreis. Das Material kehrt an seinen Ursprung zurück und darf nun auf eine ganz neue Art und Weise berühren und wärmen.