Werkserien

Spuren der Stille

Wenn Skispuren Geschichten erzählen und der Betrachter sie zu Ende schreibt. Eine vielschichtige Werkserie zwischen sichtbarer Landschaft, verborgenen Geschichten und persönlicher Wahrnehmung.

Werkserie „Spuren der Stille" – Kohle auf Leinen

„Spuren der Stille“ verwandelt ein vertrautes Motiv der alpenländischen Malerei in eine minimalistische, poetische Bildsprache. Skispuren, ein scheinbar banales, oft überstrapaziertes Element, durchziehen das monochrome Weiß der Leinwand. Ergänzt durch wenige, bewusst gesetzte Hütten und Bäume entstehen Landschaften, die weniger zeigen als andeuten.

Die Spuren führen den Blick und zugleich die Vorstellung. Wir folgen ihnen durch das Gelände, rekonstruieren Steigungen und erkennen Übergänge, ohne dass diese tatsächlich gemalt wären.

Der Betrachter wird zum Mitgestalter und arbeitet mit. Er ergänzt das Unsichtbare, vervollständigt das Bild im eigenen Inneren und lässt es in der Stille weiterwachsen.

Bäume und Hütten dienen als räumliche Marker, doch sie öffnen zugleich eine zweite Ebene. Denn die Spuren sind Träger von Geschichten. Ihr Verlauf und ihre Form sind kein Zufall. Sie erzählen vom Aufbrechen und Einkehren, vom Scheitern und Wiederaufstehen, von Liebesbeziehungen, von Trennung, von Verlusten. In jeder Spur spiegeln sie das Leben selbst, das Menschsein in all seinen leisen Wendungen.

Jedes Werk dieser Serie ist eine Einladung, einen Moment innezuhalten. Dem Verlauf der Spur durch das Weiß zu folgen. Das Bild im Inneren selbst zu vervollständigen.

Diese Bilder werden nicht nur gesehen, sie werden gedacht.

Werke der Serie

Die hier gezeigten Werke sind die Vorstufen der Serie – die weiteren Werke folgen im Rahmen einer eigenen Ausstellung.

Von Hütte zu Hütte

100 x 100 cm · 2025

Zwischen den Bäumen

60 x 60 cm · 2026