Werkserien

Wann ist mehr zu viel?

Der schleichende Wandel einer idyllischen Landschaft vom Sehnsuchtsort zur überladenen Kulisse. Eine stille Annäherung an den Moment, in dem Schönheit ihr Gleichgewicht verliert.

Werkserie „Wann ist mehr zu viel?" – Kohle auf Leinen

Die Werkserie „Wann ist mehr zu viel?“ untersucht die feine Linie zwischen Harmonie und Überfülle. Wie viel „verträgt“ ein Bild, bevor seine Ruhe kippt?

Die ersten drei Werke entstanden bereits 2024. Sie bilden den Ausgangspunkt einer siebenteiligen Reihe, die eine Landschaft zeigt, die an die Seiser Alm erinnert. Einen Ort, der die zentrale Frage der Serie bereits in sich trägt. Eine idyllische Hochalm in Südtirol, deren Schönheit durch touristische Übernutzung zunehmend unter Druck gerät. Ein Ort, an dem Ruhe und Überfülle unmittelbar aufeinandertreffen.

In jedem Bild verdichtet sich die Szenerie weiter und die Anzahl der Hütten steigt. Jedoch nicht durch simples Ergänzen, sondern durch ein bewusstes Neuordnen der Komposition. Die Gebäude rücken enger zusammen, die Bäume werden an den Rand gedrängt, die Weite verliert sich. Mit jedem Werk verschiebt sich das Gleichgewicht ein Stück weiter. Vom heimatlichen Idyll zur überladenen Kulisse.

So entsteht eine visuelle Dramaturgie, die die Frage der Serie immer drängender stellt:

Wann kippt das Schöne ins Überladene? Wann wird Fülle zur Erschöpfung?

Werke der Serie

Im Morgenlicht

60 x 60 cm · 2024

Im Morgenlicht II

60 x 60 cm · 2024

Im Morgenlicht III

60 x 60 cm · 2024